Natürlich kann man sich an eine Schule halten und streng danach vorgehen und dann Kapitel für Kapitel durcharbeiten. Aber oft fehlt es einfach an der Routine. Meist übt man die Stücke und Übungen bis man sie halbwegs gut kann und blättert ins nächste Kapitel. Man will ja schließlich voran kommen.
Das kann mitunter etwas frustrierend sein denn meist behandeln die Kapitel ein spezifisches Problem, erklären aber nicht das man diese Übungen nicht für Minuten oder Stunden üben sollte sondern eher in Tage und Wochen denken sollte. In der Regel wäre es am besten wenn man es solange übt bis man es im Schlaf kann und sich dann dem nächsten Baustein im Klavierspiel widmet.
Die Daily Workouts sind Überoutinen die man am Anfang jeder Übeeinheit einbauen kann. Vielleicht gibt es in Ihrem Buch ein spezielles WarmUp und danach wäre dann eine gute Möglichkeit diese Daily Workouts einzubauen. Generell kann man das Workout so oft durchspielen wie man möchte, aber mindestens zwei mal. Einmal in einem langsamen bequemen Tempo das man sicher beherrscht und dann ein Tempo das etwas fordernder ist. Doch dazu später mehr. Denn erstmal müssen wir es können.
Die Workouts sind bewusst in Sets und nicht in Wochen oder Monaten gegliedert. Ein Set dauert so lange bis sie ein bestimmtes Zieltempo fehlerfrei spielen können.
Übeprinzipien
Als Anfänger übst Du am besten erstmal jede Hand einzeln. In der rechten Hand ist auch eine Tonleiter (in dieser Übung G-Myxolydisch) dabei die ein untergreifen des Daumen erfordert. Beginne aber erstmal mit der linken Hand und versuche die Akkordfolgen (C-Dur, H-vermindert, a-Moll, G-Dur und wieder zurück zu C-Dur) sauber zu spielen. Das kann Dich je nach Kenntnisstand schon eine gewisse Zeit kosten. Achte dabei auf eine lockere Handhaltung und das alle drei Töne gleichzeitig erklingen und nicht nacheinander. Ganz am Anfang könnte der Sprung von G-Dur auf C-Dur ein kleines Hindernis sein. Mit etwas Übung kriegst Du das aber schnell hin.
Übe danach die rechte Hand, nutze ein Metronom und stelle es auf ein moderates Tempo 60 bis 100 ist für den Anfang ganz gut. Wenn Du möchtest kannst Du auch die Achtelnoten mit klicken lassen bei vielen Metronomen geht das über eine bestimmte Taste. Übe es in einem Tempo das Du fehlerfrei spielen kannst. Notiere das Tempo.
Danach kannst Du die linke und die rechte Hand kombinieren. Über zuerst jeden Takt einzeln und dann zwei in Schleife, dann vier Takte in Schleife. Genauso gehst Du mit den nächsten vier Takten vor. Lass Dich nicht entmutigen, und versuche es jeden Tag erneut. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und stetiges Üben führt zum Erfolg. Denke immer daran Üben bedeutet wiederholen, wiederholen und nochmal wiederholen.
Noten zum Täglichen Workout für Klavier – Set 1



